| Expat - News Der Kulturschock - nur ein Mythos? |
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| (27.06.2001) In der interkulturellen Forschung gilt der "Kulturschock" als das meist und best erforschte Phänomen. Dabei gilt als gesicherte Annahme, daß bei Langzeit - Auslandseinsätzen (>1Jahr) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Laufe des ersten Jahres Kulturschock - Symptome bei Expatriates auftreten. Ausgeprägte Stimmungstiefs, "Heimweh - Erlebnisse", Fremdheitsempfinden, Unwohlsein bis hin zu psychosomatischen Reaktionen, das Gefühl, die 'Einheimischen' nicht zu verstehen und auch selbst nicht verstanden zu werden und viele andere Erfahrungen ähnlicher Art gelten dabei als "typisch". Doch ist diese Annahme wirklich richtig?
Demnach erlebt nur eine Mehrheit der in Indonesien und Indien befragten Expatriates das für den Kulturschock als so typisch geltende "Stimmungstief", während die Mehrheit in den anderen Ländern dies im ersten Jahr nach eigener Einschätzung "eher nicht" erlebt hat. Mitausgereiste Frauen scheinen dabei Kulturschock - Phänomene wie Stimmungstief, Heimweh, Eingewöhnungsprobleme etc. eher zu erleben (oder zuzugeben) als die Männer:
Bislang ging man auch davon aus, daß auch eine hervorragende Vorbereitung allenfalls zur Reduzierung der Symptome beitragen kann, diese aber dennoch spürbar werden. Die IFIM - eigenen Befragungsergebnisse (>450 Befragte) der letzten 2 Jahre legen insgesamt den Schluss nahe, daß zumindest ehemalige IFIM - Teilnehmer mehrheitlich nicht oder nur in geringem Ausmaß an Kulturschock - Symptomen leiden. Dieses Ergebnis läßt verschiedene Interpretationen zu:
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Stand: 12. September 2008