Das Expat - Storyboard:

Silvia Strensch

In der Hi-Tech Kirche...

31. Juni 2002

Impressionen aus Louisville, Kentucky (1)

Wir waren in der zweitgrößten Kirche Amerikas zu einem Gottesdienst. Sie ist hier in Louisville, erst vor ein paar Jahren gebaut worden und hochmodern. Den größte Raum für den Gottesdienst müsst ihr euch wie die Schleierhalle in Stuttgart vorstellen (zumindest diejenigen, die sie kennen). Nur dass alles etwas steiler hochgeht und somit wirklich jeder alles sieht. 
Der Gottesdienst dauert genau eine Stunde und es gibt drei normale Gottesdienste in der Woche und dann noch jede Menge andere Veranstaltungen.. Davor und danach gibt es spezielle Verkehrsregelungen und extra eingesetzte Polizisten, damit es kein Verkehrschaos gibt, wenn die Tausenden von Gläubigen den Parkplatz verlassen..  

Der Gottesdienst selbst läuft wie folgt ab: zuerst kurze Ansprache, dann werden Lieder gesungen. Die Texte sind über Bildschirme, davon vier Riesenbildschirme, von überall aus erkennbar abzulesen. Unterstützt wird die Gemeinde dabei von einem großen professionellen Chor mit Band. Dann gibt es eine sehr lebhafte Predigt, die uns auch vom Inhalt sehr gut gefiel an dem Tag, als wir dort waren. Danach gab es eine Taufe. Getauft wird in einem Pool; ich würde sagen, er ist 3 m auf 4 m groß und befindet sich fest installiert auf der Bühne, hinter dem Chor und der Band. Die Wände nach vorne und zur Seite hin sind aus Glas, so dass alles bestens von jedem beobachtet werden kann. Der bzw. die Täuflinge stehen also innen drin und werden zur Taufe dann rückwärts untergetaucht vom Pfarrer, der auch bis zum Bauch tief im Taufpool steht. Der jeweilige Täufling hält sich die Nase zu. Und ruck zuck ist die Sache erledigt. Wahnsinn!

Danach gibt es das Abendmahl. Dafür sind je Sitzabschnitt und Ebene mehrere Personen zuständig, es werden Tabletts gereicht und durchgegeben, von denen man sich dann die Hostie und den Saft nimmt. Der Saft ist in einer Art Reagenzgläser drin und an jedem Platz ist wie im Kino eine Halterung, in die man das leere Glas dann nach Gebrauch wieder hineinstellt. In der Halterung befinden sich nebenbei auch Spendenformulare und Briefumschläge für die ausgefüllten Schecks, die danach eingesammelt werden.   

Um in den Raum selbst zu gelangen, kann man unten entweder ebenerdig rein gehen oder über drei Stockwerke sich über die Rolltreppen in die oberen Bereiche begeben. Also, eigentlich ist es fast schon mehr als eine Musical-Hall, halt etwas größer innen. 
Außerhalb des Kirchenraumes gibt es im Inneren Informationsstände und andere Tische und Empfangsbereiche. Ein riesiger Buchladen ist da und jede Menge Räume für die Kinderkirche und anderes. Ein wahres Erlebnis!

 


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Stand: 28. Juni 2010